Visa

Visum USA: ESTA oder B1/B2?

Um als deutsche/r Staatsbürger/in in die USA einreisen zu können gibt es verschiedene Möglichkeiten, die man frühzeitig abwägen sollte, da sich die Beantragung ziehen kann.

Auf der einen Seite gibt es das ESTA, ein elektronisches Einreiseverfahren, bei dem kein Visum ausgestellt wird und man sich 90 Tage als Tourist in den Vereinigten Staaten aufhalten kann. Dieses kann online innerhalb von wenigen Minuten beantragt werden kann und die Genehmigung wird innerhalb 72 Stunden erteilt. Die Kosten hierfür sind mit 21 USD (Stand 2022) sehr überschaubar.
Auf der anderen Seite steht das B1/B2 Visum zur Verfügung, das einen höheren Aufwand sowie höhere Kosten von 185 USD (Stand 2023) mit sich bringt. Bei der Antragstellung gibt man online sein ganzes bisheriges Leben an. Am Ende muss man eine US-Botschaft oder ein US-Konsulat angeben, bei dem man einen persönlichen Vor-Ort-Termin vereinbart. Je nach der Anzahl der aktuellen Antragsteller, kann die Wartezeit auf einen Interviewtermin mehrere Monate dauern, was man unbedingt bei seiner Reisevorbereitung berücksichtigen sollte.
Da bei uns die Wartezeit im Konsulat in München am kürzesten war, wählten wir dieses aus.

Alle Unterlagen sowie weitere hilfreiche Dokumente (Verschiffungspapiere, Finanzen,…), um zu belegen, dass man wirklich nur als Tourist einreisen möchte, hatten wir zum Interview-Termin dabei und waren etwas aufgeregt, da es von diesem Termin abhing, ob wir die Zeit haben nach Alaska reisen zu können. Online liest man oftmals, dass man nicht in Jeans und T-Shirt zum Interview erscheinen soll. Allerdings bildeten wir mit Hemd und Bluse die Ausnahme.

Beim Termin selbst werden die Fingerabdrücke aller 10 Finger aufgenommen und wir konnten zusammen das Interview bei einer freundlichen Angestellten führen.

Die 4 bedeutsamen Fragen lauteten:

1. Was möchten Sie in den USA tun?
2. Wie lange möchten Sie in den USA bleiben?
3. Nutzen Sie ein Sabbatjahr für diese Reise?
4. Waren Sie bereits in den USA?

Danach hieß es „Your visa have been approved!“. Was für eine Erleichterung diese Worte zu hören!
Unsere Reisepässe wurden einbehalten, um sie eine Woche später persönlich wieder mit dem aufgeklebten Visum abzuholen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, sich die Reisepässe zusenden zu lassen, was nicht ganz günstig ist und man sie definitiv selbst entgegen nehmen muss. Uns war das Risiko zu hoch, dass wir nicht an dem Wohnort sein werden, da wir zu diesem Zeitpunkt noch inmitten unseres Umzuges steckten. Deshalb gingen wir auf Nummer sicher und fuhren nochmals selbst nach München.

Schlussendlich bleibt es eine individuelle Entscheidung, welches Dokument man für die Einreise in die USA nutzen möchte, die jeder für sich selbst treffen muss.

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